Bis 28. März 2027 zeigt das Wien Museum 350 Kleidungsstücke aus vier Jahrhunderten, geordnet nach sechs Farben. Kuratorin Michaela Lindinger erklärt, warum Modefarben nie bloß Dekor sind: von weißer Kinderkleidung als Statussymbol bis zum neongelben Herrenanzug von 1968.
Ein Stockbett mit Stoffen aus Somalia und eine Wand mit Fragen zu Kolonialismus: Im OPEN SPACE denken Wiener Communities über koloniale Sammlungen nach.
Im Februar 1918 zeichnete Egon Schiele den toten Klimt, im März feierte ihn die Secession, im Oktober starb er selbst. Wo Schieles Bilder heute in Wien hängen – vom Leopold Museum bis zum Belvedere.
1915 feierte Wien Georg von Trapp als U-Boot-Helden, 1936 jubelte der Musikverein Maria von Trapp und den Kindern zu. Die wahre Geschichte hinter „The Sound of Music“, mit vielen Wiener Spuren.
Im Juni 1892 sitzt Fürstin Metternich im Prater auf einer Holzbank und schaut dem Hanswurst zu. Die Geschichte der Lustigen Figur, die man im 18. Jahrhundert von der Bühne haben wollte und die dem Wurstelprater den Namen gab.
Am 8. Dezember 1881 wartet ein Mann auf der Galerie des Ringtheaters darauf, dass sich der Vorhang hebt. Dann brennt die Bühne. Wie die schwerste Theaterkatastrophe Wiens geschah und was sich danach änderte.
Im Juni 1919 hofft eine Wiener Zeitung, die Kaiserkrone bleibe für ewige Zeiten in der Schatzkammer. Die Geschichte der Krone Rudolfs II., die 1804 österreichische Kaiserkrone wurde und bei keiner Krönung je dabei war.
Am 12. September 1883, 200 Jahre nach der Türkenbelagerung, steht Kaiser Franz Joseph vor dem angeblichen Schädel des Großwesirs Kara Mustafa. Wie der Kopf nach Wien kam und warum er heute in einem Grab ohne Namen liegt.
Am 14. Juni 1800 lasen die Wiener, wie Bonaparte über das Eis des St. Bernhard glitschte. Jacques-Louis David malte ihn kurz darauf auf einem steigenden Pferd – und eine Fassung hängt heute im Belvedere.
Beim Videodreh zu „Brillantin' Brutal'“ ruinierte eine Regenmaschine Falcos Anzug von Helmut Lang. Heute ist er im Wien Museum zu sehen, Falco liegt auf dem Zentralfriedhof, Gruppe 40, Nummer 64.
Am 21. Juni 1873 fällt am Neuen Markt die Bretterwand, und schon prüfen Burschen mit Messern, ob die neuen Figuren massiv sind. Die Geschichte des Donnerbrunnens und seiner Bleioriginale.
Am 26. Juni 1921 fällt im Stadtpark die Hülle vom Johann-Strauss-Denkmal, die Philharmoniker spielen den Donauwalzer. Dahinter liegen ein Streit um zu wenig bekleidete Figuren, ein Krieg und 17 Jahre Warten.
Klimt mit Katze, das neue Riesenrad, die Stadtbahn im Bau und Altwiener Gassen: Wien um 1900 in 16 Fotos aus vier Sammlungen.
Am 9. April 1766 öffnete Joseph II. den Prater für alle. Wie aus dem kaiserlichen Jagdrevier der Wurstelprater mit Kasperl, Venedig und Riesenrad wurde: 13 Bilder aus vier Sammlungen.
Zum 150. Geburtstag zeigt das Naturhistorische Museum Wien nicht seine schönsten Stücke, sondern die Frage, wie sie ins Haus gekommen sind. Kuratorin Anna E. Weinmann über Jagdrekorde, erzwungene Verkäufe und die Grenze zwischen gutem und bösem Sammeln.
Der Kernbestand des Papyrusmuseums stammt aus einer antiken Mülldeponie in Ägypten. Direktor Bernhard Palme führt durch ein Haus voller Quittungen, Klatsch unter Soldaten und dem Zornesbrief einer betrogenen Ehefrau.
Ein Museum fast ohne Objekte, dafür voller Fragen: Barbara Stöckl dreht im Viktor Frankl Museum Tafeln um und öffnet Setzkästen – und spricht über Leid, Zweifel und darüber, warum „auf das Gute schauen“ alles andere als naiv ist.
Die Empfehlungen der Redaktion, neue Ausstellungen und was bald zu Ende geht — am Donnerstag vor dem ersten Wochenende im Monat.
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