Ob skurril, berührend, bedeutend oder einfach kurios – Im Museum erzählt die Geschichten hinter Ausstellungsstücken aus Museen in ganz Österreich und darüber hinaus. Wir sprechen mit Kurator:innen, Forscher:innen, Sammler:innen – und manchmal direkt mit den Objekten selbst.
Mal geht es um Arbeitshosen, Bidets, Orakelfragen oder Haifischzähne. Mal um große Namen und kunsthistorische Meisterwerke. Dabei sind unsere Formate sind so vielfältig wie die Museen selbst:
🎧 Objekte – kurze Episoden mit einem klaren Fokus auf ein einzelnes Ausstellungsstück
🎧 Im Museum mit… – persönliche Rundgänge mit spannenden Menschen durch ein Museum
🎧 Reportagen & Features – tiefere Einblicke in Ausstellungen, Themenwochen und Institutionen
Im Museum bringt Kunst, Kultur und Geschichte dorthin, wo du gerade bist – auf dem Sofa, in der U-Bahn oder beim Spazierengehen.
Dein Museum für die Ohren. #museum #kunst #geschichte #kultur #immuseum
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#14 Wurstelprater
Felix Salten, vielen bekannt als der Schöpfer von „Bambi“, war ein wahres Sprachchamäleon. Er konnte Geschichten erzählen, die so lebendig waren, dass man fast den Duft von Zuckerwatte in der Nase hatte und das Lachen der Ausrufer in den Ohren. In seinem Buch „Wurstelprater“ geht es nicht um die Attraktionen des Praters, die sich mit der Zeit ohnehin verändert haben, sondern um die Menschen, die ihn bevölkern. Es ist eine Gesellschaftsstudie in literarischer Form, die uns die Kellner, die Ausrufer oder die „Dame ohne Unterleib“ näherbringt.
Die Fotografien im Buch stammen von Dr. Emil Meier. Der Jurist arbeitete mit einem Objektiv, das um die Ecke fotografieren konnte. So entstanden Bilder, die die Menschen in ihrer Natürlichkeit einfingen, ohne dass sie sich dessen bewusst waren. Seine Bilder sind ungestellt und authentisch, ein echter Schatz.
Die Originalbilder ware lange Zeit verschwunden und wurden im Archiv des Wien Museum nur zufällig wiederentdeckt. In einer Kiste, beschriftet mit „Volksleben um 1900“.
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Elsewhere:
Deep Dive: Farben in der Modegeschichte mit Michaela Lindinger
bysisigrant media
Was Farben über die Gesellschaft verraten.
In dieser Episode spricht Andreas mit der Kuratorin Michaela Lindinger über die kommende Modeausstellung zum Thema Farben im Wien Museum am Karlsplatz. Die Ausstellung ist ab dem Herbst 2026 zu sehen und widmet sich einer der Frage: Was bedeuten die Farben in der Kleidung und welche Emotionen sowie kulturellen Zuschreibungen tragen sie mit sich? Die Reise reicht von strahlend weiße Kinderkleidung als bürgerliches Statussymbol um 1880 bis zur ersten künstlichen Farbe „ mauve“, die durch Queen Victoria und Kaiserin Sisi zum großen Trend wurde.
Über Modegeschichte lässt sich kaum sprechen, ohne zugleich über gesellschaftliche Entwicklungen und das Bedürfnis nach Identität nachzudenken. Die Episode führt durch verschiedene Ebenen dieses Themas – von den Einflüssen der englischen Popkultur, die 1968 mit einem extrem schmalen, neongelben Anzug in Wien Fuß fasste, bis zu aktuellen Generationen, die Trends der 80er-Jahre als befreiten, individuellen Ausdruck jenseits alter Subkultur-Zwänge für sich nutzen.