Volkskundemuseum Wien
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Das Volkskundemuseum Wien besteht seit 1895 und sammelt Alltagskultur: Hausrat, Gerät, Kleidung, Möbel, Bilder und Bräuche aus Österreich und dem übrigen Europa, historische Volkskunst ebenso wie ihre heutigen Formen. Die Bestände gehen auf die Vielvölkermonarchie zurück und sind später europäisch vergleichend weitergeführt worden. Untergebracht ist das Haus im barocken Gartenpalais Schönborn in der Josefstadt, das derzeit saniert wird; solange bespielt das Museum ein Ausweichquartier am Otto-Wagner-Areal.
Im Museum war zweimal zu Gast. Direktor Matthias Beitl nimmt einen Hirtenbecher her und erzählt von zwei Forschern, die ihn einer Kuh am Straßenrand im Baskenland hinhalten – eine Szene, an der sich zeigt, was passiert, wenn Sammlungsobjekte an ihre Herkunftsorte zurückkehren. Claudia Peschel-Wacha, Kustodin der Sammlung Keramik, Glas und Stein, führt von einem flachen Kurbecher mit hohlem Henkel, mitgebracht aus Marienbad, zum Bäderdreieck der Monarchie und zu Goethes letzter Liebe.
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