Lange Gespräche mit Forscherinnen und Forschern: ein Thema, in aller Tiefe.
1973 prophezeite die Kronen Zeitung eine „Insel ohne Menschen“. Heute nutzen an heißen Tagen bis zu 200.000 Menschen die Donauinsel. Kuratorin Martina Nußbaumer erzählt im Wien Museum, wie aus Hochwasserschutz Freiraum wurde.
Mehr als 140.000 Amphibien und Reptilien in 40 Tonnen Alkohol, das älteste Präparat von 1804: Silke Schweiger führt durch die herpetologische Sammlung des Naturhistorischen Museums Wien.
War früher alles besser? Bioarchäologin Michaela Binder findet in Skeletten das Gegenteil: Spuren von Mangel, Schwerarbeit und Krankheit – bis hin zu einem rund 3000 Jahre alten Krebsbefund aus dem Sudan.
Die Geschichte des österreichischen Biologen Paul Kammerer (1880–1926) liest sich wie ein Krimi: Einst als „zweiter Darwin“ gefeiert, endete sein Leben nach einem Fälschungsskandal im Suizid. Der Wissenschaftsjournalist Klaus Taschwer hat neue Spuren entdeckt.
Warum Audio-Briefe lange vor WhatsApp Beziehungen über Kontinente hinweg trugen – und was ihre Erforschung über Migration, Technik und intime Nähe verrät. Im Projekt SONIME sammelt Eva Kapeller-Hallama die Stimmen von Ausgewanderten, Liebenden und Familien.
Die Kunsthistorikerin Stefanie Jovanovic-Kruspel liest das Naturhistorische Museum Wien als Kunstwerk – und erzählt von den 13 Frauen, die seine Geschichte mitgeschrieben haben, ohne dafür genannt zu werden.
In einem Gespräch mit dem Filmemacher Jörg Burger und Katrin Vohland, der Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien, ging es um nichts Geringeres als die Ordnung der Natur – und um die Frage, wie man die schiere Vielfalt eines Ortes wie dem NHM auf die Kinoleinwand bringen kann.
Ein Papyrus, kaum größer als ein A4-Blatt, enthält den Stoff für einen Politthriller: Anna Dolganov entziffert darin einen Prozess um fingierten Sklavenkauf, Steuerbetrug und womöglich verdeckten Widerstand gegen Rom.
1925 rollen im Südburgenland angeblich Kartoffeln die Kellerstiege hinauf. Irmi Wutscher und Anna Masoner haben recherchiert, warum eine Habsburger-Enkelin und ein Wiener Physiker das Dienstmädchen Wilma Molnar untersuchen ließen.