Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof
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Das Rote Wien im Waschsalon zeigt seit 2010 die Geschichte der Ersten Republik in Wien – und zwar dort, wo sie gebaut wurde: im ehemaligen Waschsalon Nr. 2 des Karl-Marx-Hofs in der Halteraugasse. Die Dauerausstellung des Vereins Sammlung Rotes Wien behandelt die Jahre von 1919 bis 1934, den kommunalen Wohnbau samt seinen Folgeeinrichtungen, die Bildungs- und Kulturarbeit der Stadt und die Festkultur der Arbeiterbewegung. Der Ort selbst gehört zur Ausstellung: Der denkmalgeschützte Gemeindebau hatte Waschküchen, Bäder, Kindergärten und Beratungsstellen im Haus.
Für Im Museum hat Lilli Bauer, Kuratorin der Dauerausstellung, einen roten Kartondeckel aus der Sammlung hergenommen. Er verschloss einst das Säuglingswäschepaket, das die Stadt Wien jungen Eltern nach der Geburt übergab. Bauer erzählt, warum die Opposition abschätzig von „Wahlwindeln“ sprach, was das Paket für die Familien bedeutete – und was von dieser Idee geblieben ist.
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