Bestattungsmuseum Wien
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Das Bestattungsmuseum Wien liegt am Zentralfriedhof, im Untergeschoß der Aufbahrungshalle 2, die Max Hegele 1907 als Halle für Infektiöse entworfen hat; seit 2014 ist dort die Sammlung untergebracht. Sie erzählt von der Wiener Bestattungskultur: von Särgen, Trauerkleidung und Wagen, von Vorschriften und Bräuchen und von den Erfindungen, mit denen die Stadt dem Sterben eine Ordnung zu geben versuchte.
Im Museum war viermal hier. Erich Traxler erklärt das Herzstichmesser, mit dem sich das 19. Jahrhundert gegen die Angst vor dem Scheintod versicherte – gegen Aufpreis, mit einem Stich ins Herz. Er zeigt außerdem das Modell der Leichenstraßenbahn, zwei schwarze Beiwagen mit zwölf Türen und Platz für 24 Särge, entstanden aus der Not des Ersten Weltkriegs, und den Klappsarg Josefs II., mit dem der Kaiser 1784 gleiche Begräbnisse für alle durchsetzen wollte und beinahe einen Bürgerkrieg auslöste.
In einer Reportage kommen Museumsleiterin Cornelia Fassl und Erich Traxler gemeinsam zu Wort. Dabei geht es weniger um die kuriosen Objekte als darum, wie in diesem Haus über eine Erfahrung gesprochen wird, die alle kennen und kaum jemand erklären kann.
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