Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek
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Das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek gibt es seit 2015. Es ist im ehemaligen k. k. Hofkammerarchiv in der Johannesgasse untergebracht, einem denkmalgeschützten Bau der 1840er-Jahre, und zeigt auf rund 750 Quadratmetern etwa 650 Objekte von rund 200 Autorinnen und Autoren: Manuskripte, Briefe, Fotos und Dinge aus dem Besitz der Schreibenden, dazu Hör- und Videostationen und wechselnde Sonderausstellungen. Betreut wird es gemeinsam mit dem Literaturarchiv der Nationalbibliothek, in dem die Nachlässe liegen.
Im Museum war zweimal bei Direktor Bernhard Fetz. Einmal geht es um einen Stofffetzen: die Arbeitshose von Thomas Bernhard, die unerwartet zum „Kulturgut“ avancierte und deren Geschichte irgendwo zwischen Provinzposse und Weltliteratur liegt. Das zweite Mal steht das Grillparzerzimmer im Mittelpunkt, das Amtszimmer, in dem Franz Grillparzer als Archivdirektor arbeitete – ein Dichter des 19. Jahrhunderts in einem Museum, das die Literatur ab 1900 sammelt, und ein Klassiker, der lebendiger ist als sein Ruf.
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