Sisi Museum
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Das Sisi Museum in der Wiener Hofburg gibt es seit 2004. In den ehemaligen Stephansappartements zeigt es rund 300 Objekte aus dem Besitz der Kaiserin Elisabeth – Sonnenschirme, Fächer und Handschuhe, Kleider, Schönheitsmittel, Reisegepäck, dazu die Sterbeurkunde – und arbeitet dabei gegen das Bild an, das die Sisi-Filme hinterlassen haben. Gemeinsam mit den Kaiserappartements und der Silberkammer bildet es einen Rundgang, den die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. betreut.
Im Museum hat sich dreimal von Kurator Michael Wohlfart Objekte erklären lassen, die alle mit dem Reisen zu tun haben. Der Reisetoilettkoffer aus veilchenblauem Büffelleder, mit gekröntem E auf jedem Flakon und einer Uhr im Deckel, ist ein Haushalt im Kleinformat – und korrigiert zugleich das Bild der rastlos reisenden Kaiserin. Ein helles Kleid aus der Korfu-Garderobe, in dessen Innenfutter ein gekrönter Delfin sitzt, widerlegt die Legende von der stets schwarz gekleideten Elisabeth.
Die Reiseapotheke schließlich, ein Lederkoffer mit Mullbinden, Hoffmann’schen Tropfen, Zuckerln und einer Kokainspritze, führt vom Kuriosum weg und in die Medizingeschichte des 19. Jahrhunderts.
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