Bezirksmuseum Leopoldstadt
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Das Bezirksmuseum Leopoldstadt sitzt im Amtshaus des zweiten Wiener Gemeindebezirks; die Stiege beginnt gleich rechts neben dem Haupteingang. Gesammelt wird, was den Bezirk zwischen Donaukanal und Donau geprägt hat: die Schifffahrt und die Regulierung des Stroms, der Prater mit seinen frühen Kinos um 1900, die Weltausstellung von 1873, der Augarten samt Porzellanmanufaktur sowie die Geschichte der Bahnhöfe und Verkehrslinien. Einen eigenen Schwerpunkt bildet das jüdische Leben auf der sogenannten Mazzesinsel und seine Zerstörung.
Im Museum hat hier dreimal aufgenommen, jedes Mal mit Museumsleiter Georg Friedler. Er zeigte ein mannshohes Riesenrad, das ein arbeitsloser Maurergeselle in den 1930er-Jahren aus abgebrannten Zündhölzern zusammensetzte, und eine Sandsteinrosette, die einmal zum Nordbahnhof gehörte – einem der prächtigsten Bahnhöfe seiner Zeit.
Die dritte Folge galt einer Wohnungstür aus der Krummbaumgasse 1, in deren Holz die Spuren einer Hacke stecken. Sie erzählt von den Sammelwohnungen, in die jüdische Wiener:innen in der NS-Zeit zwangsweise einquartiert wurden.
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