Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
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Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) sitzt im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße und ist Archiv, Forschungsstelle und Ausstellungshaus zugleich. Es sammelt Dokumente, Fotos und Nachlässe zu Widerstand und Verfolgung in Österreich zwischen 1934 und 1945, führt Datenbanken zu den Opfern des Nationalsozialismus, betreibt Bibliothek und Fotoarchiv und beobachtet den Rechtsextremismus der Gegenwart. Seine Ausstellungen verteilen sich auf mehrere Standorte in der Stadt.
Im Museum hat hier vier Dokumente aufgeschlagen, die die Arbeit des Hauses greifbar machen. Gerhard Baumgartner, damals wissenschaftlicher Leiter, liest ein vergilbtes Foto einer Roma-Familie vor einem Haus im Burgenland: Es führt zu einer Razzia, zu Verfolgung und zu einem lange kaum beachteten Genozid. Christine Schindler zeigt eine Aufnahme vom Kindertransport 1938, Kinder in Wintermänteln auf einem Bahnsteig, Namensschilder um den Hals.
Die Historikerin Ursula Schwarz breitet rund 150 Kassiber aus – Zettel, Stofffetzen und Zigarettenpapier, die Häftlinge in Kleidersäumen aus NS-Gefängnissen schmuggelten. Von ihr stammt auch die Geschichte einer kleinen Tuschezeichnung, die Bruno Furch 1944 im KZ Flossenbürg anfertigte: ein Christbaum, ein Galgen, 10.000 Zuseher.
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