Künstlerhaus Wien
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Das Künstlerhaus am Karlsplatz ist das Vereins- und Ausstellungshaus der Künstlerhaus Vereinigung, des ältesten bestehenden Zusammenschlusses von Künstlerinnen und Künstlern in Österreich. Den Bauwettbewerb gewann August Weber mit einem Entwurf im Stil einer italienischen Renaissancevilla; der Spatenstich war 1865, die Schlusssteinlegung nahm Kaiser Franz Joseph I. am 1. September 1868 vor, gemeinsam mit der Eröffnung der ersten Ausstellung. 1882 kamen die beiden Seitenflügel dazu.

Die Vereinigung entstand am 7. November 1861, als sich die Künstlervereine „Eintracht“ und „Albrecht Dürer-Verein“ zur Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens zusammenschlossen. Im Künstlerhaus stellten die großen Namen der Ringstraßenzeit aus, von 1880 bis 1882 stand Hans Makart an der Spitze der Genossenschaft. 1897 trat eine Gruppe von 20 Künstlern um Gustav Klimt aus und gründete die Wiener Secession, deren Haus nur wenige hundert Meter entfernt steht.
Von Herbst 2016 bis Frühjahr 2020 wurde das Künstlerhaus generalsaniert. Seit 2015 hält die Haselsteiner Familien-Privatstiftung die Mehrheit am Haus, die Künstlerhaus Vereinigung den Rest. Seither ist es geteilt: Im Obergeschoß zeigt die Vereinigung ihr Programm mit Wechselausstellungen, Erd- und Untergeschoß bespielt seit Mai 2020 die Albertina modern. Im linken Seitenflügel liegt das Stadtkino im Künstlerhaus, im rechten seit Dezember 2024 die Spielstätte NEST der Wiener Staatsoper für Kinder- und Jugendproduktionen.
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Linda Christanell
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