MAK
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Das MAK am Stubenring sammelt angewandte Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst und stellt sie bewusst zueinander in Beziehung. Der Neorenaissance-Bau an der Ringstraße beherbergt Schausammlungen zu Wien 1900 und zur Wiener Werkstätte, zu Textilien und Teppichen, zu asiatischer Kunst und zu Möbeln von der Renaissance bis in die Gegenwart; im MAK Design Lab geht es darum, wie Gestaltung den Alltag ordnet.
Im Museum war viermal zu Gast. Janina Falkner erzählt von einem Biedermeier-Kanapee, unter dessen alten Möbelnägeln ein Restaurator Reste einer kirschroten Ripsbespannung fand – eine Farbe, die Jenny Holzer daraufhin zur Farbe eines ganzen Raums machte. Ein zweites Mal führt sie durch das MAK Design Lab, wo kleine 3D-gedruckte Figuren Berufe ausüben, die es noch nicht gibt, erfunden von Schüler:innen und Künstlerinnen, und wo daneben Porzellanfiguren des 18. Jahrhunderts stehen.
Anne-Katrin Rossberg, Kustodin der Sammlung Metall und des Wiener Werkstätte Archivs, zeigt zwei Stücke: Vally Wieselthiers Keramikfigur „Flora“, aus deren Körper Blüten wachsen und die Rossberg als Selbstporträt liest, und den Zigarrenschrank, den Rose Krenn 1912 mit Tabakblättern überzog und der sich heute als queeres Möbel lesen lässt.
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