Österreichisches Filmmuseum
Zur Website des Museums
Das Österreichische Filmmuseum besteht seit 1964 und arbeitet als Kinemathek: Es sammelt, bewahrt und erforscht Filme und zeigt sie dort, wofür sie gemacht sind – im Kino. Das „Unsichtbare Kino“ liegt im Erdgeschoß der Albertina an der Augustinerstraße, Büro und Bibliothek sind in der Hanuschgasse untergebracht, die Sammlungen lagern im Arsenal. Zum Bestand gehören neben Filmkopien auch Nachlässe, Papiere und Bücher, darunter die Amos Vogel Library, die Bibliothek des Filmkurators Amos Vogel.
Für Im Museum haben vier Mitarbeiter:innen Objekte ausgewählt, die zeigen, dass ein Filmarchiv mehr verwahrt als Film. Tom Waibel blättert durch Vogels zerlesenes Exemplar von Stanisław Lems „Fiasko“, an dessen Rändern der Kurator mit Filzstift mitdiskutiert hat. Paolo Caneppele nimmt eine leere Kartonschachtel her, beschriftet mit „Der große Schneefall am 5. Februar 1941“, und erklärt, warum er diesen Verlust für einen Gewinn hält.
Elisabeth Streit, die die Bibliothek des Hauses leitet, erzählt von einer handschriftlichen Widmung am Rand einer Zeitschrift von 1988 – und davon, wie sie die Filmemacherin Lizzie Borden zum Schreiben brachte. Christoph Huber wiederum stellt gar kein Ding vor, sondern eine Erinnerung: eine Vorführung von Night of the Demon im Jahr 1997 und die Frage, warum ein angedeuteter Schrecken stärker wirkt als ein sichtbarer Dämon.
IM MUSEUM

