Museum

Jüdisches Museum Wien

Dorotheergasse 11, 1010 Wien

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Jüdisches Museum Wien
Foto: HeMei, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Jüdische Museum Wien sitzt im Palais Eskeles in der Dorotheergasse und führt eine Tradition fort, die 1895 mit dem weltweit ersten jüdischen Museum begann. Das heutige Haus wurde 1988 gegründet und 1993 im renovierten Palais neu eröffnet. Gezeigt wird die Geschichte des jüdischen Wien, dazu ein Schaudepot im dritten Stock mit Judaica aus der österreichisch-ungarischen Monarchie. Zum Museum gehören eine Bibliothek mit über 30.000 Bänden und ein zweiter Standort am Judenplatz, an dem die Ausgrabung der mittelalterlichen Synagoge zu sehen ist.

Im Museum hat sich hier vor allem einzelnen Objekten gewidmet. Hannah Landsmann aus der Kulturvermittlung zeigte die Purim-Ratsche, die fast alle für eine Osterratsche halten, drei Schneekugeln auf einem Stadtplan als Zugang zu Maria Theresia und Maya Zacks digital gebaute Raum-in-Raum-Installation „The Shabbat Room“. Dazu kam der erste dokumentierte Weihnachtsbaum Wiens, der 1814 im Palais der Fanny von Arnstein stand und von Metternichs Geheimpolizei notiert wurde.

Direktorin Danielle Spera erzählte von der Schachtel für Lilly Bial, einem Paket nach England, das nie ankam, und von den Fotografien Margit Dobronyis, die das jüdische Leben Wiens nach 1945 festhielt. Zwei Ausstellungen kamen dazu: „100 Missverständnisse über und unter Juden“, die erste unter Direktorin Barbara Staudinger, und „Alles vergessen“ mit Kuratorin Daniela Pscheiden.

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