Papyrusmuseum Wien
Zur Website des MuseumsDas Papyrusmuseum gehört zur Österreichischen Nationalbibliothek und liegt in der Neuen Burg am Heldenplatz. Es zeigt Schriftstücke aus dem alten Ägypten und dem griechisch-römischen Mittelmeerraum – Briefe, Verträge und Quittungen ebenso wie religiöse und medizinische Texte. Die Dauerausstellung ist nach Themen geordnet, von der Kommunikation in der Antike über ägyptische Mythologie bis zur Heilkunde.
Im Museum hat hier fast immer mit Bernhard Palme gesprochen, dem Direktor der Papyrussammlung. Er zeigte ein sechs Meter langes Totenbuch, das als Gebrauchsanweisung fürs Jenseits gelesen werden kann, den Orakelzettel des Asklepiades vom 26. April 6 n. Chr. mit der Frage, ob er Tapetheus heiraten soll, und den Muziris-Papyrus, der fast 140 Tonnen Pfeffer und weitere Luxusware aus Indien verzeichnet. Eine Bürgschaft für einen Häftling wiederum widerlegt über ihr Tagesdatum die antike Geschichtsschreibung.
Ein Rundgang durch das Haus erklärte, woher der Kernbestand stammt: aus einer antiken Mülldeponie in Ägypten, weshalb zwischen den Quittungen auch Klatsch unter Soldaten und der Zornesbrief einer betrogenen Ehefrau liegen. Dazu kam ein Deep Dive mit der Papyrologin Anna Dolganov über einen Prozess um fingierten Sklavenkauf und Steuerbetrug.
IM MUSEUM




