Felix Salten, vielen bekannt als Schöpfer von „Bambi“, war ein Sprachchamäleon. Er konnte Geschichten erzählen, die so lebendig waren, dass man fast den Duft von Zuckerwatte in der Nase hatte und das Lachen der Ausrufer in den Ohren. In seinem Buch „Wurstelprater“ geht es nicht um die Attraktionen des Praters, die sich mit der Zeit ohnehin verändert haben, sondern um die Menschen, die ihn bevölkern. Es ist eine Gesellschaftsstudie in literarischer Form, die die Kellner, die Ausrufer und die „Dame ohne Unterleib“ porträtiert.


Die Fotografien im Buch stammen von Dr. Emil Mayer. Der Jurist arbeitete mit einem Objektiv, das um die Ecke fotografieren konnte. So entstanden Aufnahmen, die die Menschen in ihrer Natürlichkeit einfingen, ohne dass sie sich dessen bewusst waren. Seine Bilder sind ungestellt und authentisch.
Die Originalbilder galten lange als verschollen und tauchten im Archiv des Wien Museums nur zufällig wieder auf. In einer Kiste, beschriftet mit „Volksleben um 1900“.
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